Freitag 14. Dezember 2007 von cbecker
Offene FDP-Liste
Gaimersheim (EK) Die Gaimersheimer Gruppierung FDP/Parteifreie Bürger hat für die Kommunalwahl einen Bürgermeisterkandidaten und eine Gemeinderatsliste aufgestellt. Um den Chefsessel im Rathaus bewirbt sich Otto Hauf.
Der 57-Jährige stammt aus dem Landkreis Dillingen und kam 1978 beruflich nach Gaimersheim. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Vor seiner Nominierung erläuterte Otto Hauf der Versammlung seine Ziele: “Durch die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in alle wichtigen Entscheidungen und in die Gestaltung des Marktes Gaimersheim könnte die Kreativität vieler zum Wohle der Gemeinschaft besser genutzt werden”, sagte er. Als Beispiele dafür nannte er die vom Gemeinderat bereits beschlossene Umgestaltung der Retzbach-Aue und die Sanierung des Freibades. Dieser neue partnerschaftliche Politikstil ergebe sich aus seiner Erkenntnis, dass “Führung und Planung im modernen Sinne nicht mehr nur von oben herab, sondern im Dialog aller Beteiligten geschehen muss”, so Hauf. Er verlangt auch eine langfristige Gemeinde-Entwicklungsplanung.
Breiten Raum in den Ausführungen des Bürgermeisterkandidaten nahm das Thema Schulen ein. Das geplante Gymnasium in Gaimersheim sollte möglichst in Form einer Ganztagesschule betrieben werden, so Hauf. Außerdem fordert er die “schnellstmögliche Einrichtung von Ganztagesklassen”. Da die Hauptschulen seiner Ansicht nach ein “massives Imageproblem haben”, sei auch die kommunale Ebene gefordert, zur “Ansehensförderung” beizutragen.
Zwölf Bürger stellen sich auf der offenen Liste von FDP/Parteifreie Bürger zur Wahl, wobei die meisten Kandidaten parteifrei sind. Jeder Bewerber wird zweimal aufgeführt: 1-2: Otto Hauf, Steuerberater; 3-4: Dr. Maren Naumann-Etienne, Hochschuldozentin; 5-6: Siegfried Lux (Lippertshofen), Steuerberater; 7-8: Dr. Dieter Bechtold, Arzt; 8-10: Beate Bittner (Mittlere Heide), Hausfrau; 11-12: Günther Thauer, Kaufmann; 13-14: Christian Becker, Entwicklungsfachkraft; 15-16: Helmut Perschke, selbstständiger Handelsvertreter; 17-18: Georg Fischer, Rentner; 19-20: Markus Tenelsen, Unternehmensberater; 21-22: Ludwig Kollmannsberger (Mittlere Heide), Transportunternehmer; 23-24: Beate Hauf, Jurastudentin.
Kategorie: Archiv 2007 |
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Freitag 30. November 2007 von cbecker
Kinder warten lange auf den Bus
Lippertshofen (EK) Lange und teils hitzig diskutierten die Lippertshofener bei der Bürgerversammlung über die Busverbindung in ihren Ort.
Nach dem neuen INVG-Fahrplan endet die Linie 50 nicht mehr an der Dohlenstraße, sondern am Kreisel bei der Händelstraße in Gaimersheim. Ab 21 Uhr wird ein zusätzlicher Nachtbus eingesetzt. Verärgert zeigten sich einige Besucher, dass zwar die Linie 55 nach Lippertshofen führe, aber von den drei Schulbussen der Linie 50 nur einer nach Lippertshofen komme und ein Umsteigen der zeitgleich fahrenden Linien 50 auf 55 in der Händelstraße oft wegen des Verkehrsaufkommens nicht möglich sei. Somit müssten Kinder teilweise bis zu einer Stunde auf ihren Anschluss warten, wurde kritisiert. Gerade für die Gymnasiasten, die Nachmittagsunterricht haben, gebe es eine sehr schlechte Busverbindung nach Lippertshofen.
“Man hat uns hier in Lippertshofen vergessen”, drückte sich ein Bürger sehr drastisch aus. In Lippertshofen gebe es weder Einkaufsmöglichkeiten noch Banken oder zumindest Geldautomaten; auch eine Postagentur fehle. Auch über schlechte Verkehrsanbindungen wurde geklagt. Vehement forderten Besucher der Versammlung einen Dorfladen, wozu sich das ehemalige Raiffeisengebäude geradezu anbieten würde. Bürgermeister Anton Knapp verwies hier auf “zahlreiche Versuche, Abhilfe zu schaffen, die jedoch stets gescheitert sind”.
Hinsichtlich des Neubaus eines Sportplatzes mit Umkleidekabinen und Duschen in Lippertshofen dankte Sportvereinsvorsitzender Franz Eichhorn der Gemeinde für die Erhöhung der Zuschüsse auf 20 Prozent. Einige Anwesende forderten jedoch eine höhere Bezuschussung für die Jugendarbeit.
Ein Bürger monierte, dass die Straßenlampen in Lippertshofen “später eingeschaltet werden als in Gaimersheim”. Das sollte aus Kostengründen einheitlich erfolgen. Hier wurde darauf verwiesen, dass Dämmerungsschalter an den Trafostationen die Beleuchtungszeiten regulieren. Der Bolzplatz am Reisberg sei in desolaten Zustand, sagte ein Versammlungsteilnehmer. Dort gebe es auch keine Papierkörbe.
Angeregt wurde die Verkabelung der Überlandleitungen, die Verlängerung der Öffnungszeiten im Rackertshofener Steinbruch und die Ausweisung neuer Baugebiete in Lippertshofen. Zur Sprache kam auch, dass der Ort mit seinen rund 1500 Einwohnern ein weißer Fleck bei DSL-Anschlüssen sei. Bürgermeister Anton Knapp zeigte Verständnis für die Anliegen der Bürger, konnte aber teilweise keine Abhilfe in Aussicht stellen.
Kategorie: Archiv 2007, Projekt “Dorfladen” |
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